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Stichwörter: DividendeAusschüttung
Montag, 31. März 2008

Dividenden gleichen Aktienverluste aus

Frankfurt/Main (dpa) - Die Stimmung an den Börsen ist beklommen und das Auf und Ab der Kurse treibt einigen Anlegern die Schweißperlen auf die Stirn. Die Aktie als Geldanlage ist für viele derzeit ein schlechtes Geschäft.


Gerade zur rechten Zeit beginnt die Dividendensaison, die den Aktionären einen Ausschüttungssegen wie selten zuvor bringen wird. (Bild: dpa)

Gerade zur rechten Zeit beginnt da die Dividendensaison, die den Aktionären in diesem Jahr einen Ausschüttungssegen wie nie zuvor bringen wird. Rund 28 Milliarden Euro Dividende werden wohl allein die 30 größten Unternehmen des Deutschen Aktienindex DAX an die Anteilseigner zahlen - eine Rekordsumme. Das tröstet über die schmerzlichen Verluste der vergangenen Wochen hinweg. «Die Dividende ist ein Airbag für die Anleger, der Verluste abfedert», sagt der Aktienmarktanalyst der Landesbank Hessen-Thüringen, Markus Reinwand.

Wenn die Konzerne im April und Mai zu ihren Hauptversammlungen einladen, können sich die Aktionäre nicht nur auf das Büfett freuen. Traditionell werden sie an diesem Tag mit einer Dividende belohnt. Die DAX-Gesellschaften werden nach verschiedenen Studien in diesem Jahr rund 18 Prozent mehr Dividende als im Vorjahr zahlen. «Die hohen Ausschüttungen spiegeln die konjunkturelle Situation wider», sagt Aktienanalyst Michael Köhler von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). «Die Konzerne haben gut verdient und geben das zum Teil an ihre Aktionäre weiter.» Rekordgewinne und gesunde Bilanzen erlauben den tiefen Griff in die Kasse.

Bis auf den Chip-Hersteller Infineon, der bereits in den vergangenen Jahren kontinuierlich rote Zahlen schrieb, werden fast alle DAX-Unternehmen stattliche Ausschüttungen vornehmen. Die höchste Dividendensteigerung weist laut Vergleichsstudien der Pharma-Konzern Merck aus. 3,20 Euro zahlt das Unternehmen pro Aktie (Vorjahr: 1,05 Euro). Die größte Auszahlung gemessen am Aktienkurs zahlt die Lufthansa mit einer Rendite von sieben Prozent, heißt es in einer Studie von M. M. Warburg. Die größte Gesamtsumme von mehr als drei Milliarden Euro schüttet wie im Vorjahr die Deutsche Telekom aus - Kritiker bemängeln jedoch, dass das ehemalige Staatsunternehmen mehr ausschüttet als es netto verdient hat.


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